Viehtrieb in Tuschetien II – Aufbruch nach Tuschetien

Nach unserem ausgiebigen Stadtrundgang am ersten Tag sollte es nun auf gehen nach Tuschetien. Am frühen Morgen standen zwei Geländewagen unter unserem Balkon bereit. Wir wurden bereits vorgewarnt, dass die Fahrt anstrengend werden würde. Aber was kann da bei knapp 200km schon schief gehen, wenn man einen ganzen Tag Zeit hat, dachte ich.

Von Tbilisi aus gelangten wir über den 1690m hohen Gombori Pass in die Weinregion Kachetien. Bei einem Zwischenstopp ließen wir uns hausgemachte Kebab schmecken und die Funktionsweise eines traditionellen georgischen Backofens erklären. An Telavi, der Hauptstadt Kachetiens, vorbei gelangten wir nach Kvemo Alvani. Bis hierhin war auch alles gut. Und nur noch 80km bis zu unserem Ziel. Kurz hinter Kvemo Alvani wurde unsere Straße jedoch immer unbefestigter, dafür aber schmaler und vor allem höher. Durch tiefe Schluchten und atemberaubende Landschaften schraubten wir uns in unseren Geländewagen dem Abano Pass entgegen. Immer wieder verhinderten Herden von Schafen, Kühen oder auch Pferden die Weiterfahrt. Vom Pass auf 2850m haben wir dann leider nicht viel gesehen, dichter Nebel und Schnee luden weder zu einer Pause ein, noch gaben sie die Sicht auf den Kaukasus frei. Also ging die Fahrt weiter hinunter in den Nationalpark Tuschetien, diesem so ganz besonderen Teil Georgiens, der auch nur über diese eine Straße erreichbar ist. Noch einmal Zwischenstopp in einer Rangerstation, und nach weiteren unzähligen Serpentinen und Stunden erreichen wir im Dunkeln endlich unser Ziel Dartlo. Belohnt wurden wir für die dann doch vor allem für die Nerven ziemlich anstrengenden Fahrt mit einem reichhaltigen Abendessen. Nur wo wir uns wirklich befinden, würde sich uns dann erst am nächsten Tag erschließen.

Aufgenommen am 28.09.2013, Sasmsung NX 1000

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